Fachberater für Unternehmensnachfolge
Gesetzliche Regelung der Theorie der finalen Betriebsaufgabe
Montag, 17. Januar 2011
Nachdem der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung zur Theorie der finalen Betriebsaufgabe aufgegeben hat, wird gesetzlich geregelt, dass ein Unternehmer, der seinen bisher im Inland ansässigen Betrieb vollständig in einen ausländischen Staat verlegt und von dort aus fortführt, die im Betriebsvermögen angesammelten stillen Reserven sofort aufdecken und versteuern muss. Die neue Regelung gilt rückwirkend.
Zusätzlich wurde eine Möglichkeit geschaffen, bei Verlegung des Betriebs in einen anderen EU- oder EWR-Staat die auf den Aufgabegewinn und den durch den Wechsel der Gewinnermittlungsart erzielten Gewinn festgesetzte Steuer auf Antrag zinslos in fünf gleichen Jahresraten zu entrichten. Diese Regelung ist auf alle offenen Fälle anzuwenden.

 
Wirtschaftsprüfer unterstützen Mittelstand bei der Kreditfinanzierung - IDW Grundsätze Abschluss
Sonntag, 3. Januar 2010

Investoren und Kreditgeber brauchen für ihre Entscheidungen vertrauenswürdige Informationen über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kreditnehmer. Die wichtigste Informationsquelle mittelständischer Unternehmen ist hierbei der Jahresabschluss.

 

Zur Sicherung der Verlässlichkeit von Jahresabschlussinformationen ist - vor allem, wenn keine Prüfung vorgesehen ist, - eine hochwertige Erstellung des Abschlusses unverzichtbar. Unternehmen, die darauf Wert legen und selbst nicht über die erforderlichen Kapazitäten verfügen, bedienen sich dabei externer Unterstützung. Wirtschaftsprüfer sind wegen ihrer spezifischen Kompetenz in Bilanzierungsfragen hierfür besonders gefragt. Nicht zuletzt bürgt die fachliche Verlautbarung des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) für eine hohe Qualität der von Wirtschaftsprüfern durchgeführten Erstellungsaufträge.

 

Insbesondere kleinere mittelständische Unternehmen können mit einem verlässlich erstellten Abschluss ihre wirtschaftliche Lage in geeigneter Weise mit dem Ziel präsentieren, finanzielle Mittel für ihre Geschäftstätigkeit zu erlangen. „Die Praxis zeigt, dass ein solcher Jahresabschluss eine gute Investition für Bankgespräche ist“, so Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann, Vorstandssprecher des IDW.

 

Das IDW hat die Berufsanforderungen für Wirtschaftsprüfer für die Erstellung von Jahresabschlüssen neu gefasst1. Der Standard, kurz IDW S 7, erläutert die Pflichten eines Wirtschaftsprüfers bei der Erstellung eines Abschlusses. Eine Erstellung geht danach über eine bloße Zusammenstellung von Kontensalden zu Abschlussposten und sonstigen Abschlussangaben hinaus. Der Wirtschaftsprüfer kann neben der Entwicklung des Jahresabschlusses aus den ihm vorgelegten Buchführungsunterlagen auch mit der Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Belege, Bücher und Bestandsnachweise des Unternehmens beauftragt werden.

 

Der Auftraggeber kann grundsätzlich zwischen verschiedenen Auftragsarten entscheiden. Unterscheidungsmerkmal ist insbesondere die Reichweite der vom Wirtschaftsprüfer bei der Erstellung vorzunehmenden Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der vom Unternehmen vorgelegten Unterlagen, aus denen der Jahresabschluss erstellt wird. Der Wirtschaftsprüfer trägt dem jeweils vereinbarten Auftrag auch durch die Art der Bescheinigung Rechnung. „Die Adressaten der Bescheinigung sollen ein genaues Bild erhalten, was der Wirtschaftsprüfer auf welche Weise und mit welchem Ergebnis getan hat. Das ist gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise von höchster Bedeutung“, so Naumann.

 

„Unser Leitbild hier war höchstmögliche Transparenz.“ In seiner Rolle als Sachverständiger wird der Wirtschaftsprüfer sich stets mit der Frage auseinandersetzen, ob der Abschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt werden kann. „Der Wirtschaftsprüfer darf Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken auch dann nicht ignorieren, wenn er auftragsgemäß den Abschluss ohne ausdrückliche Überprüfung der vom Auftraggeber übernommenen Angaben und Unterlagen entwickeln soll“, hebt Naumann hervor. „Dies gilt natürlich erst recht, wenn er auch die Ordnungsmäßigkeit der ihm vorgelegten Unterlagen beurteilt.“

 

Insgesamt hofft das IDW, mit seinem neuen Erstellungsstandards auch einen Beitrag zu einer verbesserten Kreditversorgung der Wirtschaft zu leisten.

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie in anhängender PDF-Datei: IDW S7.
 

Newsletter abonnieren





» Newsletter-Archiv